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Im Bürgerjournal „GRÄFELFINGER Leben“ ist zur geplanten Schwimm- und Dreifachsporthalle im Schulwald eine nicht nachvollziehbare Aussage von Herrn Göbel als Landrat und TSV Präsident abgedruckt. Erstens erhebt sich die Frage, ob der Landrat des Landkreises München Kraft seines Amtes Stellungnahmen zu Bauplanungen einzelner Gemeinden abzugeben hat, vermutlich eher nicht!

Als Präsident des TSV tätigt er die Aussage, dass in der Lochhamer Schwimmhalle über 400 Kinder jedes Jahr schwimmen lernen würden. Unbestritten ist es sehr wichtig, dass schon die Kinder ordentlich schwimmen lernen, damit sie später als geübte Schwimmer gefahrlos baden können.

Aber wo kommen denn die über 400 Kinder in Gräfelfing her? Betrachtet man die Einwohnerstatistik des Bayerischen Landesamtes für Statistik für Gräfelfing, kann man diese Kinder nirgends finden! Die Anzahl der Geburten schwankt in Gräfelfing so um die 100 Kinder/Jahr. Sicher werden Gräfelfinger Kinder auch außerhalb geboren. Aber im Jahr der letzten Volkszählung 2017 gab es in Gräfelfing 805 Kinder unter 6 Jahren, also je Lebensjahr ca. 134 Kinder. Die Anzahl der Jugendlichen zwischen 6 und 15 Jahren lag bei 1542, also 171 je Lebensjahr. Geht man jetzt davon aus, dass alle Jugendlichen über 6 Jahren in Gräfelfing schwimmen lernen sollten, müssen jedes Jahr im Schnitt 171 Jugendliche im Lochhamer Schulschwimmbad schwimmen lernen! Aber wo kommen dann die über 230 anderen Kinder her, die laut Aussage von Herrn Präsident Göbel jedes Jahr in Gräfelfing schwimmen lernen? Das können doch nur Kinder aus anderen Gemeinden sein.

Ist es jetzt Aufgabe der Gräfelfinger Bürger, ihren ökologisch wertvollen Schulwald zu opfern, damit mehr Kinder aus anderen Gemeinden ohne eigenes Schwimmbad in Gräfelfing schwimmen lernen?

Hier werden vermeindliche Sachzwänge konstruiert, um eine umwelt- und klimaschädliche Halle in den Lochhamer Schulwald zu bauen und der Gräfelfinger Bevölkerung in Zeiten des Klimawandels dauerhaften ökologischen Schaden zuzufügen!

Das darf nicht sein! Die Bürger müssen jetzt im Bürgerbegehren/Bürgerentscheid darüber abstimmen, ob ihnen ihr wertvoller Schulwald wichtiger ist und sie mit einer neuen Schwimm- und Dreifachsporthalle am Platz der alten Hallen nicht für ihre Kinder genauso gute Schwimm- und Sportmöglichkeiten ohne Waldverlust bekommen! Leider verbirgt sich die Mehrheit unseres Gemeinderates immer noch hinter derartigen Falschbehauptungen!