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Da wir nicht nach dem Motto arbeiten „Wir sind dafür, dass wir dagegen sind“, kritisieren wir nicht nur die klimaschädliche, Wald zerstörende, großflächige Hallenplanung im Schulwald. Wir haben uns auch eine sinnvolle, klimafreundliche, Platz sparende uns SchülerInnen freundliche Lösung für die gewünschte neue Schwimm- und Dreifachsporthalle ausgedacht. Mit dieser Halle könnte sogar der bisher etwas vernachlässigte Schulinnenhof zwischen Nord- und Südbau aufgewertet und für die Schülerinnen und Schüler attraktiver gestaltet werden.

Bei unserer Lösung würden wir allerdings auf den bisher eher ungewöhnlichen Sprinttunnel verzichten. Tatsache ist doch, dass der letzte deutsche Weltklassesprinter 1958 seinen Weltrekord aufgestellt und 1960 bei der Olympiade in Rom zwei Goldmedallien gewonnen hat. Er hieß Armin Hary. Auch bei den Frauen wurde die letzte Deutsche 1991 Weltmeisterin, nämlich Katrin Krabbe. Seitdem dominiert Jamaika mit Usain Bolt und Shelly-Ann Fraser-Pryce. Auch mit einem Sprinttunnel wird da der TSV Gräfelfing kaum zu Weltmeister- oder Olympiasiegerehren aufsteigen auf Kosten der Gräfelfinger Steuerzahler.

Daher ist in unseren Augen auch angesichts des sich dramatisch beschleunigenden Klimawandels der Versicht auf den Sprinttunnel sicher zu verschmerzen. Und eine Boulderwand (auf Deutsch Kletterwand) in einer Halle ist doch eher kontraproduktiv. Wenn diese Wand für Kletterer attraktiv sein soll, müsste sie verschiedene Schwierigkeitsgrade anbieten. Dort dürfte dann aber niemand ohne Aufsicht und Sichrung wegen der Unfallgefahr klettern. Also für Schüler kaum zu nutzen. Welcher Sportlehrer hat schon die Ausbildung zu einem Klettertrainer?

Daher ist das Planegger Vorbild eines Kletterturms im Freien (dort am Feodor Lynnen Gymnasium betreut von den Naturfreunden Würmtal e.V.) sicher eine wesentlich bessere Lösung, als eine kleine Kletterwand in einer Schwimm-/Dreifachsporthalle, die dann selten benützt werden darf.

Unser Vorschlag sieht die Schwimmhalle wieder im Untergeschoss vor, wie auch heute. Allerdings gibt es dort dann die gewünschten 25 m Bahnen und ein zusätzliches Übungsbecken. Eine große Fensterfront in den terassierten Schulinnenhof ermöglicht den Tageslichteinfall von Westen. Gleichzeitig besteht ein direkter Ausgang zu den Innenhofterassen, der auch als Notausgang dient. Die Terassen können aber gleichzeitig in den Pausen von den Schülerinnen und Schüler als beschattete, begrünte attraktive Pausenfläche genutzt werden.

Die gewünschte Dreifeldsporthalle wird (auch wie heute die Turnhalle) auf die Schwimmhalle gesetzt (gestapelt). Sie läßt sich, wie die Halle im Schulwald, als ökologische Holzkonstruktion errichten. Daher verbraucht unsere Hallenvariante sogar ca. 12 % weniger Beton als die Vieleckhalle im Schulwald. (Bei dieser Betrachtung wird die Vieleckhalle als Basis mit 100 % eingesetzt. Nimmt man unsere Stapellösung als 100 % Basis, benötigt die Vieleckhalle dann 14 % mehr Beton!).

Die Dreifeldsportfläche wird mit Fensterfronten nach Westen und Norden großzügig mit Tageslicht versorgt und bietet daher auch schöne Ausblicke in den begrünten Schulinnenhof und zum dann noch existierenden Lochhamer Schulwald.

Bei unserem Vorschlag müssen die Schülerinnen und Schüler das Schulgebäude nicht verlassen, wenn sie zum Sport oder Schwimmen gehen. Bei der Vieleckhalle im Schulwald müssen sie jedes Mal auf dem Weg zum Sport das Schulgebäude und das Schulgelände verlassen und die Adalbert-Stifter-Straße überqueren, um in die neue Sporthalle zu gelangen und das bei jedem Wetter!

Weitere Vorteile unserer Hallenlösung:

Da die Grundfläche unserer Halle durch die intelligente Stapelbauweise nur ca. halb so groß ist, wie die Vieleckhalle im Schulwald, reduziert sich auch die Dachfläche auf ca. die Hälfte. Dadurch wird die Dachkonstruktion wesentlich vereinfacht und kostengünstiger. Da bei unserer Lösung auch kein Wald vernichtet wird, muss das Dach nicht aufwändig und teuer begrünt werden. Durch den Entfall der Dachbegrünung, die bei den anderen Schulneubauten auch nicht vorhanden ist, reduziert sich die Belastung des Daches deutlich, es kann einfacher konstruiert werden. Hier bieten sich zusätzlich nach Norden gerichtete Lichaufsätze an, die die Halle dann blendungsfrei mit Tageslicht versorgen. Alles in allem bietet daher die Stapellösung der Schwimm-/Dreifachsporthalle die Möglichkeit zu einer hervorragenden architektonischen und nutzeroptimierten Gestaltung ohne den Verlust von 1 ha Schulwald! Nach überschlägigen Berechnungen läßt sich daher unsere Hallenlösung in wesentlich kürzerer Bauzeit und zu geringeren Kosten als die von der Mehrheit des Gemeinderates favorisierten Lösung im Schulwald erstellen zum Nutzen der Lochhamer Schüler und vieler anderer Sportler und natürlich der Gräfelfinger Steuerzahler! Außerdem wird die Schädigung, Störung und kaum zu verhindernde Verletzung und Tötung unter Naturschutz stehender Arten im Lochhamer Schulwald grundsätzlich verhindert, da keine Baumaßnahmen im Schulwald notwendig werden!

Es ist für uns absolut unverständlich, wie die Mehrheit des Gemeinderates und einige Verantwortliche des TSV sich dieser ökologischen, Wald erhaltenden und Nutzer freundlichen Lösung für eine neue Schwimm- und Dreifachsporthalle verweigern und unbeirrt und alle Fakten negierend an der umwelt- und klimaschädlichen Halle im Schulwald festhalten. Das durchaus auch gegen den Willen vieler Gräfelfinger Bürgerinnen und Bürger. Letztere werden dann in unserem Bürgerbegehren/ Bürgerentscheid ihre Meinung zu diesem Thema äußern dürfen! Dies als „Drohung“ zu bezeichnen ist ein wenig demokratisches Verhalten!