Seite wählen

Schautafel der Gemeinde in der Adalbert-Stifter-Straße mit massiven Falschinformationen

Folgende Nutzungen sind mit den neuen Hallen geplant::

  • Die geplante neue Dreifeldsport- und Schwimmhalle lässt sich problemlos an der Stelle der alten Schwimm-/Turnhalle realisieren ohne Verlust von 1 ha wertvollen Mischwald!
  • 1 ha gesunder Mischwald speichert 5 Tonnen CO2 pro Jahr! Also bis 2050 alleine 150 Tonnen CO2! In Zeiten eines sich beschleunigenden Klimawandels ist daher die nicht zwingend notwendige Rodung von 1 ha Mischwald für eine Schwimm-/Dreifachsporthalle nicht mehr zu verantworten!
  • Wie selbst von der Architekten vorgeschlagen, lässt sich auch die neue Schwimm-/Dreifachsporthalle in intelligenter Stapelbauweise am bisherigen Platz problemlos realisieren ohne Verlust von 1 ha Wald!
  • Merke: Auch in einem Sprinttunnel kann man dem Klimawandel und weiteren Pandemien nicht davon laufen! Die Boulderwand lässt sich viel besser im Freien, wie z.B. in Planegg, realisieren.
  • Abitur- und große Schulfeiern lassen sich genauso problemlos in der neuen Halle am alten Standort realisieren.
  • Die neuen Hallen am bisherigen Standort könnten von den Schülern direkt aus dem Süd- und Nordbau betreten werden. Ein längerer Weg im Freien bei jedem Wetter und noch über die Adalbert-Stifter-Straße mit einigem Bring- und Holverkehr würde den Schülern dauerhaft erspart!

Gründe gegen die Standortwahl im Schulwald:

  • Bei intelligenter Planung lassen sich Unterbrechungen des Sportangebots auch am alten Hallenstandort minimieren. Wie lange Hallensport auf Grund der Coronapandemie und wahrscheinlicher künftiger Pandemien grundsätzlich weitgehend unmöglich ist, weiß heute noch niemand!
  • Sichere Trennung von Baustelle und Schulbetrieb war auch beim Bau des Südtraktes möglich. Ein wenig beeinträchtigter Schulbetrieb ist beim Bau am alten Standort technisch möglich. Außerdem muss in jedem Fall die alte Schwimm-/Turnhalle, der rote Behelfsbau und der Verbindungstrakt zwischen Nord- und Südbau abgebrochen und die Fläche dann neu gestaltet werden. Eine Baustelle wird also auf jeden fall den Schulbetrieb eine Zeit lang tangieren.
  • Die Schulkinder profitieren gesundheitlich mehr von einer Schwimm-/Dreifachsporthalle mit direktem Zugang aus den bestehenden Schulgebäuden bei jedem Wetter, als von dem Erlebnis eines lockeren Campusgeländes.
  • Da der Wald für den Hallenneubau auf ca. 1 ha Fläche komplett gerodet werden muss, wird die geplante Halle den dahinter liegenden Wald verdecken. Nur durch unmaßstäbliche Phantasiegemälde vermitteln die Architekten den falschen Eindruck einer „harmonischen“ Einfügung in die Umgebung (siehe dazu auch die Überarbeitung mit realistischer Perspektive durch den BUND Naturschutz). Tatsächlich findet ein brutaler Eingriff in den bestehenden Wald statt!

Das ist die „Vision“ der Architekten von der neuen Halle in einem nicht mehr existenten Schulwald auf der Schautafel in der Adalbert-Stifter-Straße!

Und so wird die Halle dann tatsächlich ausschauen aktualisiert mit der korrekten Perspektive der Restwaldes! BN Dieter Kubisch

Dieser gesunde Mischwald im Frühling 2020 aufgenommen, soll sinnlos gerodet werden für eine Halle, die an der heutigen Stelle auch für die Schüler größere Vorteile bieten würde! Aufnahme Dieter Kubisch BN

  • Die Halle vernichtet außerdem den geschützten Bestandes der seltenen Haselmäuse und bewirkt massive Eingriffe in den Lebensraum ebenfalls geschützter Fledermauspopulationen. Der vorgeschlagene Ausgleich ist überhaupt nicht durchführbar. Für die entfallenden positiven Funktionen des gesunden Mischwaldes (CO2-Speicherung für den Klimaschutz in Höhe von 5 Tonnen pro Jahr, Sauerstoffspender, Staubfilter für die Feinstäube der Autobahn, Verbesserung des Kleinklimas und Erholungsfläche für Gräfelfinger Bürger) gibt es keinen Ausgleich und die massiven Verstösse gegen die wichtigsten Leitsätze des gültigen Regionalplans werden schlichtweg geleugnet!
  • Für eine vorgebliche städtebauliche Aufwertung (was auch immer das bedeuten soll) des Lochhamer Schulcampus würden hier massive Schäden gerade für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder billigend in Kauf genommen in Zeiten eines sich weiter beschleunigenden Klimawandels!

Fazit:

Die Gemeinde sollte nicht mit massiv geschönten Architektentraumbildern die Bürgerinnen und Bürger von einem umwelt- und klimaschädliches Hallenprojekt zu überzeugen versuchen, sondern die tatsächlichen Ausmaße ihrer Planung ungeschönt darstellen. Nur so können die Bürger den tatsächllchen Schaden, der ihnen durch den Hallenneubau im Schulwald entsteht, erkennen und sich für die optimale Lösung einer Neubauhalle am alten Platz der abzureißenden Hallen entscheiden. Dort bekommen die Schüler und Sportler alle Sportmöglichkeiten, die sie wünschen und den Gräfleingern bleibt ihr wertvoller Schulwald ohne Einschränkungen erhalten!